Rudolf Förster ist tot. Er starb völlig unerwartet am 3. Dezember 2019 im Alter von 71 Jahren. Ohne ihn wird der TSV Werra Laubach nicht mehr der Gleiche sein. Er stand in der ersten Laubacher Mannschaft 1972 und er war der einzige, der bis zuletzt dabei war, noch immer in der 1. Mannschaft und noch immer erfolgreich. 1972, als sich der TSV entschloss, es mit einer TT-Sparte zu versuchen, konnte das niemand ahnen. Fünf Spieler gingen es an, von denen nur einer Punktspielerfahrung hatte, Rudolf Förster. Er hatte beim VfV Oberode in der 2. Mannschaft gespielt, vergleichbar etwa mit der heutigen 1. Kreisklasse. Damals gab es noch den Spielbereich Münden mit einer eigenen Kreisliga und zwei Kreisklassen. Seine Position: Nr.2, hinter Jürgen Matthes, der die Sparte ins Leben gerufen hatte und für alles Organisatorische verantwortlich war.

Noch war Rudolf leicht auszurechnen. Die Rückhand war ungewöhnlich stark, aber auf der Vorhand war er leicht verwundbar. Das änderte sich dramatisch, als lange Noppen entwickelt wurden und man auch anfing, auf Kreisebene damit zu experimentieren. Das war etwa 1975. Der TSV hatte sich dank der ersten starken Generation von Jugendlichen (Platz 2 in der Jugendbezirksliga hinter Seulingenin der Saison 1975/76) von Platz 11 in der Kreisliga in die 2. Bezirksklasse vorgearbeitet.. Da war Rudolf an Platz 5. aufgestellt, kam auf 16:2 Siege, wechselte in die Spitze und schaffte dort 18:0 Siege. Ein einmaliger Vorgang. Dazu kamen Turniererfolge gegen hochklassige Spieler, was ihm die Einstufung als A-Spieler einbrachte. In unserem Bereich gab es A-Spieler nur beim TTC Münden (damals und heute „Verbandsliga“). So war er für mehr als ein Jahrzehnt die Nr. 1 beim TSV. Und für all die jüngeren Spieler war er der Prüfstein. Wer sich gegen sein flexibles Spiel durchsetzen konnte, hatte es geschafft. Beim TSV erlangten nicht zuletzt dank ihm Thomas Kaps, Günter Quentin, Martin Brehme (Bezirksoberliga Darmstadt), Dirk Opfer (Bezirksliga Kassel) und Peter Beute (Bezirksliga Braunschweig) Bezirksligastärke.
Und Rudolf Förster war es auch, der die Fusion des TSV mit dem TTC Münden andachte und zu einem glücklichen Ende brachte (1999/2000). Er blieb, nun im Alter von über 50, weiterhin in der 1. Mannschaft, machte wiederholt Auf-und Abstieg zwischen Bezirksoberliga und Bezirksliga mit. Und was mindestens genauso wichtig war, er war der ruhende Pol der Mannschaft und alle erinnern sich wehmütig an die halbjährigen Zusammentreffen in seinem Partykeller, wo wir „nach getaner Arbeit“ noch einmal Höhen und Tiefen Revue passieren lassen konnten. Das alles wird nun nicht mehr sein. Aber Rudolf wird uns allen, nicht nur den Tischtennisspielern, in guter Erinnerung bleiben. Bei seiner Trauerfeier konnte die Laubacher Kirche alle diejenigen, die seiner noch einmal gedenken wollten, nicht aufnehmen.

Jürgen Matthes


Mit besonderem Dank an Günter Quentin, der den Werdegang des TSV Werra Laubach elektronisch und mit viel Sorgfalt aufgearbeitet hat.

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